Montag, 23. Juli 2012

Ansprache



Martin ist verstorben.

Hier ist Platz für Geschichten, Gedanken, Erlebnisse, Photos, Anekdoten, Sprüche von, mit und
über Martin.

Die Beerdigung findet am 2. August in München, "Neuer Südfriedhof" um 13:00 Uhr  (Aussegnungshalle) statt.

Ehemalige Kollegen organisieren für alle, die Lust haben, über alte Zeiten zu reden und Martins berühmtes Tütchen Kaffee zu trinken auf dem alten MMC Gelände im MMC Event Cafe, An der Hasenkaule, Hürth am 31.Juli einen lockeren Abend ab 17:00 Uhr.

Thomas Gülzow


Martin died.

This is the place for stories, thoughts, experiences, photos, anecdotes, sayings of and with about Martin.

The funeral will be held on 2 August in Munich, "Neuer Südfriedhof" (Aussegnungshalle) at 13:00 clock.

For all those who would like to talk about old times and Martin's famous bags of coffee, former colleagues organizing in the MMC Event Cafe, at the Hasenkaule, Hurth a come together  on Jul 31, 17:00 clock.

Thomas Gülzow
 




Kommentare:

  1. Sehr, sehr traurig, sehr sehr schade. Schade, weil ich persönlich unheimlich viel von Martin gelernt habe und sicher bin, dass Martin noch viel mehr Menschen hätte helfen können, direkt und indirekt, beruflich und privat. Unsere Firma Skopos gäbe es nicht ohne Martin. Mein Leben wäre anders, ich bin fest davon überzeugt, weniger glücklich verlaufen, hätte Martin mir nicht in den entscheidenden Momenten geholfen, mir Ratschläge gegeben, mir Kontakte verschafft.
    Die Nachricht von seinem Tot, die mir Ricky überbrachte, kommt leider plötzlich und natürlich viel zu früh. Andererseits ist sie logisch, gewissermaßen konsequent, wenn man sich vergegenwärtigt, wie Martin die letzte Zeit gelebt hat. Ich hatte ihm sehr gewünscht, dass es anders ausgeht. Er hat es nicht gekonnt, vielleicht am Ende auch nicht mehr gewollt. Schade und traurig zugleich.

    Olaf Hofmann

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  2. Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt. (Bertolt Brecht)

    Mein Vorstellungsgespräch bei Martin dauerte damals schlappe vier Stunden und nach dem Konsum von diversen Kaffee und einer Einführung in die Tiefen der Firmengeschichte sowie sämtlicher Produktionen war ich zwar völlig wirr und fertig, hatte aber einen Job; und der hat mir jede Menge Spaß, Freunde und Kenntnisse gebracht.
    Dafür bin ich dankbar und werde die Zeit mit Martin bei Fremantle immer in guter und fröhlicher Erinnerung halten.

    Alexandra Metz

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  3. ....ich möchte mich den Worten von Alex gerne anschließen:

    Auch ich werde die Zeit mit Martin bei Fremantle immer in guter Erinnerung behalten.
    Wir hatten viel Spaß bei der Arbeit und mit den Kollegen und haben tolle Reisen gemacht, die das Betriebsklima sehr gefördert haben.
    Martin war mutig und ein Querdenker, er hat nicht lange lamentiert sondern einfach gemacht.
    Sein schwarz/weiß Denken war sicherlich nicht immer einfach für alle aber irgendwie hat ihn das auch ausgemacht.

    Ich habe ihn zwar in den letzten Jahren gar nicht mehr gesehen aber sein Tod geht mir sehr nahe!

    Dunja Schlutius

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    1. Auch ich kann mich euch, Alexandra und Dunja, nur anschließen. Malta ist und bleibt legendar. Wahnsinn, was Martin da für uns möglich gemacht hat. Unseren Segeltörn werde ich nie vergessen. Bestimmt wird sich der eine oder andere das Video des Ausflugs noch einmal anschauen.

      Julia Runge

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  4. Nachdem ich die D&D Film- und Fernsehproduktion GmbH in 2005 als Geschäftsführer verlassen hatte und Martin und ich keine Konkurrenten mehr waren ,wurden wir gute Freunde und Geschäftspartner. Es war eine aufregende und spannende Zeit, und wir fühlten uns öfters wieder wie Filmstudenten , vor allem bei der Produktion " Badesalz " für MTV.
    Martin war auch maßgeblich beteiligt als Berater und Promoter der Idee "Entertainment Masterclass" . Auch durch seinen Einsatz und seine Kontakte bekam die "Entertainment Masterclass" internationale Anerkennung und wurde zum Erfolg.
    Uns war es vergönnt noch gute gemeinsame Zeiten zu erleben, von Angeln in der Ostsee bis Zander einkaufen in Hürth mit anschließender hitziger Diskussion darüber, was wohl das beste Rezept dazu sei..Und es war nicht schwierig, diese Stufe mit Martin zu erreichen!

    Martin, ich vermisse Dich. Dein Roland

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  5. Alles geht so schnell und ist so endgültig.

    Ein großer Verlust, zu gerne erinnere ich mich an die Gespräche, Feiern und Reisen ( besonders Malta ) zurück. Viele unvergessliche Momente im Flieger.

    Wenn ich an unser Vorstellungsgespräch denke, zwischen Türe und Büro, lustiges Theater, Ilonka Schmidt und ich rannten mit dir hin und her und dann gab's Kaffee.

    Alles Liebe für deine neue Reise

    Traurig
    Ralf Galleisky

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  6. Was für eine Horror-Meldung, die gestern Abend in meinem E-Mail-Postfach lag. Mir schoss es durch Mark und Bein. Dass Martins Tod mich treffen würde, war nach der tollen, gemeinsamen Fremantle-Zeit nicht anders zu erwarten. Dass ich – immerhin nach einigen Jahren ohne direkten Kontakt – emotional derart betroffen sein würde (mir schossen gestern Abend mehrfach die Tränen durchs Gesicht) hatte ich hingegen nicht erwartet. Es zeigt mir Jahre später, welch große Rolle Martin in einem für mich ganz bedeutenden Lebensabschnitt zwischen 1993 und 1998 gespielt haben muss. Das war mir bis gestern Abend in diesem Ausmaß nicht ansatzweise klar. Ganz offensichtlich ist es eben nicht allein die Fremantle-Zeit, die bei mir Spuren hinterlassen hat, sondern speziell die Phase mit bzw. an der Seite von Martin, die in meinem Unterbewusstsein hängengeblieben ist. Er war ein Macher, der immer präsent, war, wach, in allen Belangen hungrig auf Neues, mehr großer Bruder als kumpelhafter Chef, und jederzeit mit einem offenen Ohr für persönliche Belange. Im Nachhinein betrachtet hat er mir – privat wie beruflich – auf unterschiedlichste Art und Weise viele Türen und Tore geöffnet. Ich schreibe meine Gedanken jetzt einfach nur runter, ohne konkret zu wissen, was final zu seinem plötzlichen Tod führte. Ich bin einfach total geschockt und voller Trauer. Schon einmal - natürlich mit weniger dramatischer Konsequenz - hat Martin Anlass zu einem sehr emotionalen und traurigen Moment in meinem Leben gegeben: Als er sich in einer beeindruckenden Rede vor versammelter Mannschaft im oberen Fremantle-Großraumbüro von Hürth anlässlich der ungeliebten Pearson-Übernahme bei "seiner Family" für eine einzigartige, unglaublich erfolgreiche Zeit bedankte, um sich kurzer Hand – nach einem Endemol-Intermezzo - in die television & more-Selbstständigkeit zu verabschieden. In einer Konsequenz, die für ihn so typisch war. Das passte total und tat doch so weh. Sichtbar auch ihm. Die Wenigsten hatten ihn jemals zuvor mit Tränen in den Augen und gebrochener Stimme erlebt. Unseren „Iron Man von Hürth“, der sich niemals hätte kaufen lassen. Auch nicht von einem Medien-Riesen namens Pearson TV. Denn fremdgesteuert zu werden, war nicht sein Ding. No way - wie er zu sagen pflegte! Das hätte aus seiner Sicht alles, nur keinen "schlanken Fuß" gemacht. Dazu war er zu stolz. Ein Trotzkopf, der sich nicht verbiegen ließ. Und ein "stückweit" Macho, den er nach außen gern mal heraushängen ließ. Und nach innen? Wer ihn länger kannte, wusste es: Da war viel Wärme und ganz viel Herz. Auf keinen passt die Beschreibung "Rauhe Schale - weicher Kern" wohl besser als auf den Vater der Company, dessen Vorliebe es war, immer wieder auch privat oder beruflich Gestrandeten eine Chance zu geben. Die Herkunft war ihm stets egal – nur menschlich musste es auf jeden Fall passen. Zur Familie eben. Dass er sich von seinen Lagerarbeitern genauso duzen ließ wie von Top-Managern privater Fernsehsender, war für viele neu! Doch das war nun mal sein Führungsstil. So markant wie sein nicht wegzudenkender Pferdeschwanz, mit dem er jahrelang durch die Hoch-Zeit der deutschen Gameshow-Szene ritt. Er ging immer aufs Ganze, kein Preis war ihm zu heiß, er scheute auch kein Duell innerhalb der Familie. Egal, ob Bube oder Dame - am Ende waren ihm all seine Kinder hörig. Besonders, wenn es auf Reisen ging: Ob Malta, Helsinki, Budapest oder London - sein Herzblatt war das Team. Das war ihm jedes Jahr einen Ausflug wert. - Dieser (letzte) Ausflug jetzt - ganz ohne seine Familie - kommt eindeutig Jahrzehnte zu früh. Ich fasse es nicht. Scheiße, Scheiße, Scheiße! Ich muss leider noch mal heulen, während ich mich gleichzeitig an der immer und ewig erheiternden Frage hochzuziehen versuche, die unser „Gülz-Man“ allmorgendlich an den New Business Director seiner Vermarktungstochter stellte: „Na, alte Frau Hakelberg, heute schon 'n Auto für lau geschossen ....?
    Für mich bleibst Du unvergessen, lieber Martin. Dein „kd“

    Klaus-Dieter Hakelberg

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    1. KD spricht mir aus der Seele. Ich kann ihm hier nur 100% zustimmen. Ich war von Anfang an bei Fremantle dabei und es war meine beste Zeit. Ich habe damals öfters mit Martin gestritten und ihm meine Meinung gesagt, wenn ich mal wieder ganz anderer Meinung war als er. Aber ich durfte das, er war mir nie böse. Ganz im Gegenteil, manchmal war er sogar einsichtig. Er hat mich verstanden so wie ich bin und das kommt nicht ganz so häufig vor, da ich manchmal ein ganz schöner Querdenker sein kann. Er hat mir unglaublich viel Selbstvertrauen geschenkt. Ich hatte eine besondere freundschaftliche Beziehung zu ihm und diese hat sich Gott sei Dank auch nach